Unter dem Begriff Klima verstehen wir den über mehrere Jahrzehnte (meist 30 Jahre) ermittelten durchschnittlichen Zustand der Erdatmosphäre an einem bestimmten Ort. Meteorologische Daten wie Durchschnittstemperatur, Niederschlag und Wind werden statistisch erfasst und ermöglichen Aussagen über Langzeittrends.
Die Erde wird wärmer
Die weltweit führenden Klimawissenschaftler haben sich im Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) zusammengeschlossen. Ihre Datenanalysen lassen keinen Zweifel offen: Es wird wärmer auf der Erde. Und zwar beunruhigend schnell.
2005 war es im globalen Mittel um 0.72 Grad Celsius wärmer als in vorindustrieller Zeit. In der Schweiz nahmen die Temperaturen nach einer Untersuchung der ETH Zürich im 20. Jahrhundert sogar zwischen 1.3 und 1.6 Grad Celsius zu. Die 90er Jahre waren die wärmste Dekade seit Beginn der Messungen und der Temperaturanstieg im 20. Jahrhundert war der intensivste seit 1000 Jahren.

Durch den Einsatz bzw. die Verbrennung von fossilen Energieträgern (Heizöl, Benzin, Diesel, Kerosin, Kohle) erhöht sich der Anteil klimaschädigender Treibhausgase in der Atmosphäre. Dies führt zu einem Treibhauseffekt, was wiederum die Erwärmung der Erde nach sich zieht.
Ohne den natürlichen Treibhauseffekt wäre die Erde ein lebensfeindlicher Planet mit tiefgekühlter Oberfläche. Anstelle der weltweiten Durchschnittstemperatur von +15 Grad Celsius würde in Bodennähe eisige Kälte von minus 18 Grad vorherrschen.
Spurengase in der Luft wie Wasserdampf (H2O), Kohlendioxid (CO2), Ozon (O3), Methan (CH4) oder Lachgas (N2O) sorgen für die nötige Erwärmung der Atmosphäre. Vergleichbar mit einem Glasdach, lassen diese natürlichen Treibhausgase das kurzwellige Sonnenlicht ungehemmt auf die Erde einstrahlen. Sie werden von der Erde als langwellige Strahlung reflektiert. Die Treibhausgase hindern die langwelligen Strahlen daran, vollständig in den Weltraum zu entweichen und reflektieren sie teilweise erneut auf die Erde zurück. Damit heizen sie die Erdoberfläche und die untere Luftschicht auf.
Der anthropogene (vom Mensch verursachte) Treibhauseffekt
Durch die Aktivitäten der Menschen, erhöht sich die Konzentration der Treibhausgase in der Atmosphäre. Das Entweichen der von der Erde reflektierten langwelligen Strahlen in den Weltraum wird zusätzlich erschwert. Ein grosser Teil der Strahlen wird erneut auf die Erde zurück gestrahlt und heizt so die Temperatur in Bodennähe weiter auf. Das lebenswichtige Glasdach wird so zu einer lebensgefährlichen Falle.
Kohlwnsioxid st das wichtigste Treibhausgas und Hauptgrund für die globale Klimaveränderung. Bedingt durch die Aktivität der Menschen, hat sich die CO2-Konzentration in der Atmosphäre seit Beginn der Industrialisierung aber um 36 Prozent erhöht. CO2 wird durch die Verbrennung fossiler Energieträger wie Erdöl, Erdgas und Kohle freigesetzt. Seit Beginn der Industrialisierung hat der Verbrauch der fossilen Energieträger um das 60fache zugenommen - der starke Anstieg der CO2-Konzentration in der Atmosphäre ist eine direkte Folge davon. In der Schweiz macht der Verbrauch von fossilen Treib- und Brennstoffen 80 Prozent der Klimawirkung aus. Ein grosser Teil davon geht auf das Konto des motorisierten Verkehrs. Nebst der Verbrennung fossiler Energieträger werden jährlich weitere 6 Milliarden Tonnen CO2 durch Brandrodungen freigesetzt.
Nach Kohlendioxid ist Methan das zweitwichtigste Treibhausgas. Es trägt weltweit ungefähr 17 Prozent zum anthropogenen Treibhauseffekt bei.
Dieses Treibhausgas ist mit ungefähr 10% an der globalen Klimaerwärmung beteiligt und trägt indirekt auch zum Abbau der Ozonschicht bei.
Diese beiden synthetischen Treibhausgase sind zusammen für 1-2 Prozent des Treibhauseffektes verantwortlich. Problematisch sind diese Gase vor allem wegen ihrer langen Verweildauer in der Atmosphäre - sie werden erst nach mehreren hundert bis tausend Jahren abgebaut.
Schwefelhexafluorid gehört zu den äusserst klimawirksamen Treibhausgasen. Es verbleibt über 3000 Jahre in der Atmosphäre.
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