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    Energiepolitik


    EnergieSchweiz – Wirkung deutlich gesteigert.

    EnergieSchweiz hat 2008 trotz der Wirtschaftskrise seine energetischen Wirkungen gegenüber dem Vorjahr deutlich gesteigert, volkswirtschaftlich wichtige Impulse gesetzt und einen Beitrag zur Versorgungssicherheit geleistet. Jahresbericht EnergieSchweiz.

    Bildungsoffensive steht bevor!

    Der Bundesrat will dem Mangel an qualifizierten Berufsleuten im Energie- und Gebäudebereich mit einer Aus- und Weiterbildungsoffensive begegnen. Im Rahmen des dritten Stabilisierungsprogramms sollen 15 Millionen Franken direkt in die Ausbildung zusätzlicher Fachkräfte für das Installations- und Baugewerbe investiert werden.
    Mit diesen Anstrengungen wird ein wichtiger Beitrag zu mehr Energieeffizienz und zur Förderung erneuerbarer Energien speziell bei den Gebäudesanierungen geleistet. Der Bundesrat will für die Massnahmen im Jahr 2010 insgesamt 15 Mio. Franken zur Verfügung stellen.

    Voller Erfolg für die Aktion Gebäudeenergieausweis

    Der neue Gebäudeenergieausweis der Kantone (GEAK) kommt gut an: In nur drei Wochen fanden die ersten 15 000 Gebäudeenergieausweise mit ergänzendem Expertenbericht ihre Abnehmer. Pro Arbeitstag wurden durchschnittlich 1000 GEAK bestellt. Der Bund unterstützte die Einführung des Gebäudeenergieausweises der Kantone
    (GEAK) mit einem finanziellen Beitrag.
    Die Hauseigentümer können sich weiterhin Gebäudeenergieausweise von einem der zertifizierten Experten ausstellen lassen. Weitere Informationen: Gebäudeenergieausweis der Kantone: www.geak.ch.

     

    Zukunft von EnergieSchweiz wird konkret

    Im Zentrum der Bilanz- und Strategiekonferenz von EnergieSchweiz am 30. Juni und
    1. Juli 2009 in Unterägeri stand auch dieses Jahr die Zukunft von EnergieSchweiz
    nach 2010.
    Michael Kaufmann, Programmleiter von EnergieSchweiz, stellte den Konzeptentwurf der Strategiegruppe vom 11. Juni 2009 zur Zukunft von EnergieSchweiz in seinen Grundzügen vor. Auf Basis dieses Konzeptentwurfs wird ab Ende 2009 das Detailkonzept «EnergieSchweiz nach 2010» erarbeitet. Zwischenzeitlich soll der Bundesrat Ende 2009 einen Grundsatzentscheid fällen.
    Die Unterlagen zur Bilanz- und Strategiekonferenz wurden auf dem Internet publiziert www.energieschweiz.ch.

    Elektrogeräte: Effizienzvorschriften werden in der Schweiz zum Standard

    Am 24. Juni hat der Bundesrat einen grossen Schritt für die Energieeffizienz vollzogen. Mit Effizienzvorschriften für eine ganze Palette der wichtigsten Elektrogeräte werden in der Schweiz neue Standards gesetzt und damit massiv elektrische Energie eingespart.
    Mit der Verabschiedung der Revision der Energieverordnung
    erlässt der Bundesrat neue Vorschriften in den drei Gebieten Haushaltlampen, Haushaltgeräte und elektronische Geräte. In den meisten Bereichen übernimmt die Schweiz neu die Regelungen der EU, es sei denn, die europäischen Vorschriften sind noch nicht in Kraft oder weniger streng als die schweizerischen Anforderungen. www.energieschweiz.ch: Newsletter EnergieSchweiz Nr. 61.

     

    Aktionspläne für Energieeffizienz und erneuerbare Energien

    Im Februar 2007 hat der Bundesrat entschieden, seine Energiepolitik auf vier Säulen abzustützen: Auf Energieeffizienz, erneuerbaren Energien, dem Ersatz und Neubau von Grosskraftwerken zur Stromproduktion sowie auf der Energieaussenpolitik. Zur Konkretisierung dieser Strategie hat das UVEK die Aktionspläne zur Energieeffizienz und erneuerbare Energien erarbeitet. Der Bundesrat hat diese am 20. Februar 2008 verabschiedet.
    Mit den Aktionsplänen sollen der Verbrauch fossiler Energien gemäss den Klimazielen bis 2020 um 20% gesenkt, der Anteil erneuerbarer Energien am gesamten Energieverbrauch um 50% gesteigert und der Anstieg des Stromverbrauchs zwischen 2010 und 2020 auf maximal 5% begrenzt werden. Nach 2020 sehen die Aktionspläne eine Stabilisierung des Stromverbrauchs vor. Weitere Informationen: BFE, Bundesamt für Energie Energiepolitik.

    Position der SSES

    Die SSES unterstützt alle Bestrebungen des Bundes und der Kantone zu mehr erneuerbaren Energien und Energieeffizienz.

    Eidgenössische Abstimmungen seit 2000

    Die wichtigsten nationalen energiepolitischen Abstimmungen

    2003

    • Initiative „Strom ohne Atom“ (Atomausstieg) wird mit 66,3 % abgelehnt
    • Initiative „MoratoriumPlus – für die Verlängerung des Atomkraftwerk-Baustopps und die Begrenzung des Atomrisikos“ wird mit 58,4 % abgelehnt.

    2002

    Das Elektrizitätsmarktgesetz (EMG) wird mit 52,6%  abgelehnt.   

    2001

    Die eidgenössische Volksinitiative "für eine gesicherte AHV - Energie statt Arbeit besteuern!" wird mit 77,1% abgelehnt.

    2000

    Solarinitiative, Förderabgabe und Energielenkungsabgabe werden abgelehnt.

    Position der SSES

    Die SSES hat sich vor allem sehr stark für die 3 Energievorlagen eingesetzt. Konnte sich aber gegen die grossangelegte Gegenkampagne nicht durchsetzen. Sie sieht sich jedoch in Ihrer Haltung bestätigt, wird doch jetzt - durch die revidierte Energieverordnung - ein Minimalanteil der Forderungen der Solarinitiative erfüllt. Mit der Solarinitiative wären Solarstromanlagen mit jährlich 750 Mio CHF gefördert worden. Die kostendeckende Einspeisevergütung wird hingegen nur ca. 16 Mio CHF Förderung für Solarstromanlagen generieren.

    Weitere Informationen