Die Wellenenergie ist eine indirekte Nutzung der Windenergie, die für die Entstehung von Wellen auf dem Wasser verantwortlich ist. Die Bewegungsenergie der Luftmassen über der Wasseroberfläche wird teilweise auf die oberen Wasserschichten übertragen (Reibungseffekt), so daß dieser konstante gerichtete Anteil der Wellenenergie eine kinetische Energie darstellt. Nutzbar machen kann man sich außerdem die potentielle Energie der Wellen, die durch den Druckunterschied zwischen Wellenberg und Wellental (Wellenhöhe) gebildet wird.
150 Meter lang ist die High-Tech-Konstruktion des Unternehmens Ocean Power Delivery. Sie nutzt die schier unendlichen Kräfte des Meeres: das regelmäßige Auf und Ab der Wellen. Die Bratwürste sind in Wahrheit 30 Meter lange Stahlzylinder. Jeweils vier von ihnen hängen aneinander wie die Waggons eines Zuges. Im Wellengang heben und senken sich die Kupplungen zwischen ihnen. Das ist so, als würde man ein Kniegelenk mal strecken und mal beugen. Die Röhren heben und senken sich also andauernd und bewegen auf diese Weise hydraulische Kolben in den Verbindungsstücken zwischen ihnen. Dadurch wird ein Hochdruck-Öl in einen angeschlossenen Hydraulik-Motor gepumpt, und der wiederum treibt einen Stromerzeuger an. Der so erzeugte Strom fließt über ein Kabel am Meeresboden ans Festland. Über 500 Haushalte kann dieses Kraftwerk der ersten Generation mit Strom versorgen. Die Kapazität soll sich beim Nachfolger bereits verdoppeln.
Gezeitenkraftwerke sind Kraftwerke die elektrischen Strom mit Hilfe der Gezeiten erzeugen, also der Wechsel zwischen Ebbe und Flut. Das Meer ist durch einen Wall von der Bucht abgetrennt. Bei Flut wird das Wasser durch den Wall geleitet, in dem es durch Turbinen fließt, welche die Energie in elektrische Energie umwandeln.
Beispiel: Rance, Frankreich, 240 MW
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