Um die geothermische Energie nutzen zu können, muss sie aus der Tiefe an die Erdoberfläche befördert werden. Dazu ist eine Art „Wärmetauscher“, der im Kontakt mit dem Erdreich steht, erforderlich. Der Wärmetauscher besteht aus Kunststoffrohren, welche mit einer Wärmeträgerflüssigkeit durchströmt werden. Um die erforderliche Temperatur für den Heizungskreislauf zu erreichen, muss die geothermische Energie meistens mittels Wärmepumpe noch auf ein höheres Temperaturniveau angehoben werden. Für den Betrieb der Wärmepumpe ist elektrische Energie erforderlich (zwischen 20 und 35% des Wärmebedarfs). Die Wärmeversorgung mittels Wärmepumpe kann nur als nachhaltig bezeichnet werden, wenn der benötigte Strom mit erneuerbaren Energien (z.B. Wasser-, Bio-, Wind- oder Solarstrom) erzeugt wird.
Je nach Ort der Wärmeentnahme weisen die Wärmetauscher eine unterschiedliche Form auf:
Bereits über 30’000 Erdwärmesonden sind sich in der Schweiz schon in Betrieb. Eine typische Anlage für ein neues Einfamilienhaus kosten rund Fr. 30 – 40’000 (die Hälfte davon ist für die Erdsondenbohrung in rund 100 – 150 m Tiefe). Die Anlage ermöglicht die Gewinnung der Wärmeenergie für das ganze Haus (Wärmebedarf bis zu 15’000 kWh pro Jahr). Für den Betrieb der Erdsondenwärmepumpe kann mit einem Strombedarf von 3'000 – 3'700 kWh gerechnet werden.
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