Eine Windenergieanlage besteht aus den Rotorblättern, dem Generator, der Gondel und elektronischen Komponenten.
Die Rotorblätter, meist drei profilierte Flügel, wandeln die Windkraft in eine Drehbewegung um. Über ein Getriebe wird die Kraft an den Generator übertragen. Mittels eines Wechselrichters wird die erzeugte elektrische Energie in netzkonforme Energie gewandelt und ins Hochspannungsnetz eingespeist.
Die drehbare „Kabine“ an der Turmspitze, die sogenannte Gondel, sorgt durch die Nachführung der Achse dafür, dass die Rotorblätter immer richtig im Wind stehen.
Die Kraft des Windes wächst mit der dritten Potenz der Windgeschwindigkeit, d.h. bei doppelter Windgeschwindigkeit resultiert die achtfache Leistung. Weil in Bodennähe die Windgeschwindigkeiten kleiner und unregelmässiger sind, werden entsprechend hohe Masten gebaut.
In Dänemark werden mit Windenergieanlagen bereits 20% des elektrischen Energiebedarfs erzeugt.
Moderne Windenergieanlagen mit Masten bis zu 100 m Höhe erreichen eine Leistung von bis zu 3 Megawatt.
Das EW Ursern betreibt seit 2004 auf dem Gütsch ob Andermatt die weltweit höchst gelegene Grosswindturbine mit 600 kW Leistung. Die Anlage kostete etwa Fr. 1.1 Mio., weist eine Turmhöhe bis zur Gondel von 46 m auf und lieferte 2005 rund 700’000 kWh Strom ins Netz.
2010 © SSES.ch Important Disclaimer [typo3 supported by webangel.ch] 176 top