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Tour de Sol 1990: Erste Risse trotz grossem Erfolg

Die Tour de Sol 1990 führte von Neuhausen am Rheinfall nach Münsingen. Bereits im Januar war die «Tour de Sol Alpin» auf der Lenzerheide unterwegs, wo die Solarmobile sich auf einem zugefrorenen See beweisen mussten. Die eigentliche Strecke der Tour de Sol war deutlich länger und wies mehr Steigungen auf als im Vorjahr mit der Gotthard-Überquerung.

Text: Urs Muntwyler / Redaktion

Nach der erfolgreichen Überquerung des Gotthardpasses 1989 war sowohl bei den Medien als auch bei einigen Tour-de-Sol-Aktivisten ein abflauendes Interesse an der Tour festzustellen. Zu Turbulenzen hatte auch das «Renngericht» geführt, das als Rekursinstanz eingesetzt wurde. In dieser Instanz hatten Vertreter des Tour-de-Sol-Stiftungsrats Einsitz genommen, die von Technik und Rennen keine Ahnung hatten. Das hatte zu unnötigen Friktionen während der Tour geführt und zu technischen Nachhilfestunden mit der Rennleitung und sogar mit dem Deutschen Zoll in Rheinfelden. So waren einige kritische Artikel und Radiobeiträge nach dem Motto «Jetzt haben wir die fünf Jahre hochgejubelt, jetzt sind wir auch mal kritisch» erschienen. Das sei normal, meinte der Pressechef der Tour, Erich Leuthold. Die erneut akribisch durchgeführte Nachbefragung bei den Tour-de-Sol-Teilnehmern zeigte aber schliesslich entgegen den Pressereaktionen ein noch positiveres Bild als im Vorjahr.

Alpine Experimente, neue Technik

1990 war die Tour-de-Sol-Organisation so aktiv wie noch nie. Am zweiten Januarwochenende startete die erste «Tour de Sol Alpin» auf der Lenzerheide / in Valbella. Neben einem Bergsprint wurden auf dem zugefrorenen See auf einem Rundkurs Ausscheidungsrennen gefahren. Dieser Modus erwies sich als überaus attraktiv für Fahrer und Zuschauer. Der 2. Solarmobilsalon mit vielen Solarfirmen, Solar- und Elektromobilen fand im Februar an der Mustermesse in Basel statt. An der gleichzeitig stattfindenden 6. Tagung «Solarmobile im Alltag» referierte unter anderem der Zukunftsforscher Frederic Vester. Das Solarmobil wurde nun im Verkehrsverbund diskutiert. 

Bei der Planung Tour de Sol 90 blieb die Anspannung bei den Verantwortlichen hoch. So hatte der Tour-Chef regelmässig Anfragen zum technischen Reglement von der technischen Hochschule (TH) Darmstadt. Dort hatte sich eine Gruppe mit dem Namen AKASOL gebildet. Diese akademische Arbeitsgruppe arbeitete an einem Rennsolarmobil. Das Fahrzeug wurde vom Institut für elektromechanische Konstruktionen (EMK) der TH Darmstadt gebaut. Im Wintersemester konstruierten die Studierenden das Fahrzeug und im Sommer bauten und testeten sie es. Insgesamt bearbeiteten acht Gruppen mit je zwei bis acht Mitgliedern die acht Teilaufgaben. Die Haube stammte von einer DG 400, einem Rennklasseflugzeug von DG-Flugzeugbau. Mit der bis vorne durchsichtigen DG Haube sass der Fahrer aufrechter als die Segelflieger und hatte so eine gute Strassensicht. 

Das Solarmobil von Horlacher AG am 2. Solarmobilsalon in Basel

Diese akademische Arbeitsgruppe «Akaflug» aus Deutschland waren Segelflieger und Tour-de-Sol-Chef Urs Muntwyler – selber passionierter Segelflieger – bestens bekannt. Er erwartete Grosses! Schliesslich traf im Sommer 1990 ein pinkfarbenes Rennsolarmobil in einer Konfiguration, wie es die Tour-Organisatoren noch nie gesehen hatten, zur technischen Kontrolle ein. Teddy Woll, später Chef Aerodynamik bei Mercedes-Benz, fuhr das «Pinky» genannte Fahrzeug. Begleitet wurde er von einem 20-köpfigen Team inklusive eigenen Kochs. 

Die Solarmobile starteten in noch drei Kategorien: 7 Fahrzeuge bei den DOW-Seriensolarmobilen, 45 Fahrzeuge bei den Model-Prototypen mit netzgekoppeltem oder mobilem Solar-Carport und 10 Fahrzeuge bei den VSE-Seriensolarmobilen mit mindestens zehn typengeprüften Fahrzeugen. Theodor Schmidt, der «Daniel Düsentrieb der Tour de Sol», fuhr ausser Konkurrenz mit einem Wasserstoff-Brennstoffzellenfahrzeug mit. 

In der Rennsolarmobil-Kategorie der Tour de Sol 1990 feierte die Technische Hochschule Darmstadt mit ihrem Fahrer Teddy Woll und dem Solarmobil «Pinky» einen durchschlagenden Erfolg.

Die Strecke führte von Schaffhausen mit Start am Rheinfall nach Widnau im St. Galler Rheintal. Von dort ging es weiter nach Ebnat-Kappel und St. Gallen. Die 4. Etappe führte von St. Gallen über Sirnach ins «Wohnland» Möbel Pfister in Dübendorf. Von dort führte die Strecke weiter nach Olten und mit der Schlussetappe über Huttwil nach Münsingen zur Pumpenherstellerin Biral AG. Die Strecke war 40% länger als im Vorjahr bei der Gotthard-Überquerung und wies insgesamt etwa gleich viele Steigungen auf.

Analog bekannter Velorennen fuhren bis zu zehn Werbebegleitfahrzeuge mit. Sie bauten an den Etappenorten jeweils einen Stand auf. Darunter waren vor allem Solarfirmen und die drei Tour-de-Sol-Verkaufsstände. Am Abend waren jeweils umfangreiche Begleitprogramme für die lokale Bevölkerung, die Sponsoren und die Tour-de-Sol-Teilnehmer an der Tagesordnung. Sie führten dem Thema «Sonnenenergie-Nutzung» ein ganz neues Publikum zu. Die Mitgliederzahlen der SSES stiegen auf ein Rekordhoch.

Neuer Modus mit Mittagshalt

Damit die «Seriensolarmobile», in der Mehrzahl umgebaute kleine Elektrofahrzeuge, trotz beschränkter Reichweite ans Tagesziel kamen, brauchten sie eine «Zwischenladung». Dies war der «Mittagshalt». Das bedeutete für die Tour-de-Sol-Organisation eine Verdoppelung der Infrastruktur pro Tag. Organisiert wurde diese durch eine neue Arbeitsgruppe mit Werner Werder als umsichtigem Leiter. So mussten nun über die 70 Ladestellen mit Energiemessung für die netzgekoppelten Solarmobile am Start, am Mittagshalt und am Ziel aufgebaut werden. Elektrospezialist Hansruedi Würsch hatte viel Arbeit, damit dies funktionierte. Insgesamt waren an die 90 Tour-de-Sol-Funktionäre im Einsatz. 

Die neuen Mittagshalte stellten eine Chance für noch mehr Publikumskontakte und Sponsoren dar. Sie waren somit eine zusätzliche Einnahmequelle. Am ersten Mittagshalt am Montag bei der Model AG in Weinfelden waren die Erwartungen an das Zuschaueraufkommen gering. «Lasst uns mal machen», hiess es vonseiten der Model AG. Als die Tour-de-Sol-Spitze in Weinfelden einfuhr, sahen wir Hunderte Meter vor dem Ziel eine lange Schlange vor dem 2000-Personen-Festzelt. Die Firma hatte gross angekündigt, dass es am Mittag eine «Gratis-Bratwurst» für alle gebe. Der Erfolg gab ihr recht. Im Festzelt diskutierten unter anderen der Thurgauer Ständerat Dr. Thomas Onken, Nationalrätin Menga Danuser, der Kantonschemiker und ein Vertreter der ETH das Tagesthema «Recycling» in einem Podiumsgespräch. Die Gäste konnten zudem das eigene Kleinwasserkraftwerk der Model AG besichtigen. 

Bei den Rennsolarmobilen gewann «Pinky» von AKASOL. Die Tour de Sol gleich beim ersten Anlauf zu gewinnen, war bis anhin noch niemandem gelungen. Alle Rennsolarmobile erreichten das Ziel. Zweiter wurde – wie fast immer – das Team Helios mit Erwin Hungerbühler als Pilot vor Michael Trykowsky aus Deutschland mit seinem von «Musenalp» gesponserten Fahrzeug.

In der Prototypkategorie gewann das Solarteam Höngg mit dem «ESORO», dem für längere Zeit dominierenden Fahrzeugkonzept. Zweiter wurde Jean-Pierre Jäggi vor Toni Felix. Der US-Amerikaner James Worden (bis 1989 noch bei den Rennsolarmobilen) fuhr mit seinem «Solectria»-Fahrzeug auf den 11. Rang. Unter diesem Namen gründete er eine Elektromobil-Firma, die in den 90er-Jahren in den USA populär war. Später gründete er eine PV-Wechselrichter-Firma unter dem gleichen Namen. Neue Prototypfahrzeuge wie der «Omekron» von Fredy Etter, der neue «FELIX», neue Horlacher-Fahrzeuge und ein Nachbau des «ESORO» vom Solarteam Höngg von Tschirky sorgten für Aufsehen. Gelungene Umbauten der populären mini-el-Elektroleichtfahrzeuge von Herbert Hobi und Christian Leu überzeugten ebenfalls. 

Der «Stromboli» von Markus Eisenring am Start in Poschiavo

Bei den Seriensolarmobilen dominierten Horlacher-Fahrzeuge vor den «Pinguin 4»-Fahrzeugen der Fridez Solar AG. Ernst Rainhard auf einem Horlacher gewann die Kategorie zwölf Sekunden vor Heini Holinger und weiteren Horlacher-Fahrzeugen. Dass die Tour de Sol 90 in der Nachbefragung als die bisher gelungenste bezeichnet wurde, war im wesentlich den aktiven Lokalorganisatoren zu verdanken, die an den Etappenorten umfangreiche Begleitprogramme auf die Beine stellten und viele Zuschauer anzogen. Ein ausführliches Rennprogramm als Beilage in der Lokalzeitung war schon fast das Minimum. Die inzwischen zahlreichen Lokalradios erhielten täglich Tour-de-Sol-Berichte mit den Resultaten der lokalen Teilnehmer. Täglich berichtete auch das Schweizer Fernsehen in den publikumsstarken Sendungen wie «Tagesschau», «10 vor 10» und «Schweiz aktuell». Der Tour-de-Sol-Fotograf Daniel Hunkeler verteilte abends bereits Abzüge der besten Bilder gratis an die Medien. Das war besonders für die Hauptsponsoren Möbel Pfister und Schweiz Versicherung wichtig. 

Möbel Pfister finanzierte eine spezielle Aktion für Jugendliche von WWF Schweiz. Auf dieser Schülertournee mit der Aktion «Der Zukunft auf der Spur» beteiligten sich 1055 Schülerinnen und Schüler. Die zweite Rahmenaktion «Solar 91» war eine Feuerwehraktion. Dabei lieferte die Tour de Sol über 4000 Handbücher aus, die den Gemeinden zeigten, wie sie Solarenergie nutzen können. Im August 1990 verlieh die Prognos AG der Tour de Sol den jährlichen Prognos-Preis. Damit solle das «Bemühen, die Leistungsfähigkeit der Solarmobile unter Beweis zu stellen, gewürdigt werden».

Solar-Innovationen Tour de Sol 1990:

  • Solarmobilsalon der Welt in Basel: Schweiz wird zum Mekka der Solarmobile
  • An der Tagung «Solarmobile im Alltag» im «European World Trade and Convention Center» in Basel stellte ADEV-Liestal-Geschäftsführer Eric Nussbaumer die Solar-Park+Ride-Anlage in Liestal vor. Er ging dann später in die Politik und war Nationalratspräsident 2024
  • Thematische Veranstaltungen zu Umweltthemen an allen Etappenorten
  • Sicherheit von Solarmobilen, thematisiert durch Prof. Dr. Walz (ETHZ)
  • Neue Batteriekonzepte mit Lithium, Zink-Brom, Aluminium-Sauerstoff
  • 1000-Dächer-PV-Programm des Deutschen Bundesministeriums für Forschung und Technologie (BMFT) 
  • Verkehrskonzepte mit Solarmobilen
  • Bundesrat Adolf Ogi vergibt am 22. Mai den 1. Solarpreis (der Tour-de-Sol-Organisation)
  • Lancierung von Solar 91: 700 Solaranlagen bis 1991
  • Vorstellung Konzept für Wasserstoff-Solarmobil
  • Förderung von Solarmobilen in diversen Kantonen und in deutschen Bundesländern. Gerade die Förderbedingungen für Solarmobile im deutschen Bundesland Hessen sollte man sich angesichts der 2-Tonnen-Elektrofahrzeuge wieder einmal anschauen. Dort wurde der maximale Energieverbrauch eines 2-sitzigen Fahrzeuges mit 10 kWh/100 km angesetzt. 

Solarmobil-Langstreckenrennen in den USA

In den USA organisierte die Autofirma GM im Juni 1990 das Sunrayce-Solarmobilrennen quer durch die USA. Es konnten sich rund 30 Universitätsteams qualifizieren. Die Fahrzeuge entsprachen der «World Solar Challenge»-Klasse mit acht Quadratmetern Solarfläche. Die Strecke führte von Orlando in Florida nach Detroit. Es gewann die Universität Michigan. Tour-de-Sol-Organisator Urs Muntwyler war mit seiner Familie in einem Wohnmobil dabei. Vor allem aber besuchte er im Anschluss die Solarfirma Solarex in Frederick/Maryland. Dieser damals führende Solarmodul-Produzent suchte einen neuen Vertreter für die Schweiz, und die Solarcenter Muntwyler AG wurde neuer Schweizer Händler. Tour-de-Sol-Chef Urs Muntwyler baute so seinen «Plan C» abseits der Tour de Sol weiter aus und verdoppelte das Aktienkapital der neu umbenannten Solarcenter Muntwyler AG. «Plan B» blieb das Ingenieurbüro Muntwyler «ohne Tour de Sol».

Sonderprüfung auf Flugplatz Samedan

Die 2. Alpine Solarmobil-Europameisterschaft (ASEM) wurde akribisch mit allen Details in einem Handbuch der Strecke, mit den Tagesprogrammen und Preisen publiziert. Insgesamt 40 Tour-de-Sol-Funktionäre waren im Einsatz. Das Preisgeld war mit insgesamt unter 10 000 Franken deutlich tiefer als bei der Tour de Sol. Drei Rennsolarmobile, neun Prototyp- und nur vier Seriensolarmobile gingen an den Start. 

Das Rennen startete in Poschiavo. Von Samedan nach Poschiavo organisierten die Funktionäre einen Sondertransport für die Solarmobile. Leider wurde der Zug gedreht und fuhr quasi rückwärts nach Poschiavo. Das kostete einem Solar-Spoiler eines Bucher-Leichtbaus «Piccolo» das Leben. Von Poschiavo führte die Route über den Berninapass und Samedan nach Zuoz. In Samedan konnte die ASEM eine Geschwindigkeitsprüfung auf dem für eine Stunde lang gesperrten Flughafen machen. Mehrmals wurden die 100 Stundenkilometer weit überschritten. Je nach erreichter Geschwindigkeit erhielten die Teilnehmer eine Zeitgutschrift. Die drei Ersten pro Kategorie erhielten zusätzlich ein Preisgeld. Weiter ging es von Zuoz nach Samnaun, dann über Nauders nach Müstair. Die letzte Überführungsetappe führte nach St. Moritz. Ein Einzelzeitfahren von St. Moritz Bad auf den Berninapass stellte die Schlussetappe dar. 

In Müstair erreichte die Organisatoren die Kunde, dass die Verkaufsgruppe «verhaftet worden sei und im Gefängnis stecke». Gallus Cadonau, der in Abwesenheit von Urs Muntwyler die Rekognoszierungstour leitete, hatte mit einem Zöllner abgesprochen, dass dieser die Ware über Nauders durchwinken würde. Davon wusste der Zöllner am Renntag nichts und beschlagnahmte alles – inklusive der Verkaufsgruppe, davon eine Teilzeitangestellte des Ingenieurbüros Muntwyler. Diese stand nach den Rennen im Büro, kündigte fristlos und ward nie mehr gesehen. Auch die zwei Vollzeitangestellten kündigten. Ein Hauptproblem der Tour de Sol wurde wieder sichtbar: Das Tour-de-Sol-Chaos – befeuert durch den Stiftungsrat – mochte sich eigentlich niemand mehr antun.

Ein umgebauter «Trabant» und das Rennsolarmobil von Michael Trykowsky waren die Blickfänger an der Tour de Sol 1990.

Nachdiplomstudium Management von Non-Profit-Organisationen

Seit der Gründung der Tour-de-Sol-Stiftung war diese mehr Hemmschuh als Hilfe. Um dieses Problem à fonds zu ergründen und die Organisation zu professionalisieren, startete Urs Muntwyler 1989 ein Nachdiplomstudium zum «Management von Non-Profit-Organisationen» der Uni Fribourg. Seine Diplomarbeit zur «Struktur der Tour-de-Sol-Organisation» fand beim betreuenden Dr. Peter Schwarz freundliche Aufnahme. Dessen Buch «Management in Non-Profit-Organisationen» war in den 90er-Jahren das Standardwerk zum Thema. «Herr Muntwyler, das kommt nicht mehr gut, das können Sie vergessen!», meinte er zur Tour-de-Sol-Organisation. Das war wenig motivierend, aber – wie sich bald zeigen würde – zutreffend. Die Stiftung entliess nämlich den Treuhänder der Firma Biha AG. Dieser erklärte den Stiftungsmitgliedern, dass «die Stiftung den Laden zumachen könne, wenn der Muntwyler nicht genügend Sponsoren bringe», weil das Stiftungskapital von 10 000 Franken bei einem Umsatz von einer Million Franken niemals ausreiche. 

Man setzte Muntwyler eine Geschäftsleitung mit Gallus Cadonau und Bea Thalhammer vor die Nase. Mittels einer Klage, bei der es um Geld ginge, versuchte man Muntwyler loszuwerden. Dies obwohl die Honorare von 55 beziehungsweise 45 Franken pro Stunde für die Angestellten der Tour kaum kostendeckend waren. Bald schon finanzierte die Tour de Sol, getrieben von Gallus Cadonau, aber zusätzliche, «artfremde» Aktivitäten wie Solar 91 und den 1. Solarpreis vom 22. Mai 1990. Beide Aktivitäten benötigten viele Ressourcen. Dass der Solarpreis fünf Wochen vor der Tour de Sol 1990 verliehen wurde, stellte die Organisation vor grosse Herausforderungen. Dazu kamen die «Tagesthemen» an den Etappenorten. Die Tour-de-Sol-Hauptsponsoren waren mässig begeistert von der Politisierung der Tour de Sol.

Der Seriensieger in der Prototypkategorie: das «Solarteam Höngg».

Ingenieurschule Biel gewinnt 2. World Solar Challenge

Die Ingenieurschule Biel intensivierte die Anstrengungen zum Bau eines neuen Langstrecken-Rennsolarmobils für die 2. World Solar Challenge durch Australien. Nicht nur die Technik wurde unter Professor René Jeanneret und der Autoabteilung völlig neu angegangen. Der neue Direktor der Ingenieurschule stellte auch Sponsoring und Teamorganisation auf neue professionelle Beine. Der Erfolg gab ihnen recht und die Bieler gewannen die 2. World Solar Challenge quer durch Australien vor Honda.