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Solare Zuversicht in Krisenzeiten

Der Industrietag 2023 an der OST beschäftigte sich am 8. März im aktuellen Kontext von Unsicherheiten auf dem Energiemarkt und einem Winter mit klimabedingtem Schneemangel vor allem mit den Möglichkeiten einer CO2-freien und günstigen Energieversorgung. In den Fachvorträgen gaben die Forschenden des Instituts für Solarenergie (SPF) der OST und weitere Referenten Einblicke in aktuelle Projekte und Forschungsarbeiten, welche die Energiewende mit dem Fokus auf der Solartechnik als dezentralen Baustein unterstützen.

SPF Institut für Solarenergie

Nach der Begrüssung der zahlreichen Gäste durch SPF-Institutsleiter Andreas Häberle berichtete Forschungsleiter Michel Haller über die aktuellen Projekte des Instituts und Testing-Leiter Andreas Bohren gab einen Überblick über aktuelle Prüfaktivitäten in den zertifizierten Labors des SPF.

Rückblick auf die Energiewende aus dem Jahr 2052

In den Fachvorträgen waren mehrfach die grossen Herausforderungen ein Thema, die der Ausbau einer ökologischen und nachhaltigen Energieversorgung auf allen Sektoren der Energienutzung mit sich bringt. Diese Gegenwartsperspektive nutzte Gastredner Christian Zeyer vom Branchenverband swisscleantech kreativ. Er überprüfte die Prognosen der Kolleginnen und Kollegen künstlerisch mit einem Blick zurück aus dem Jahre 2052. Anwesend als «Hologramm» machte er Mut, die aktuellen Anstrengungen im Jahr 2023 fortzuführen und bestätigte den eingeschlagenen Weg.
Neben einer virtuellen Tour durch die verschiedenen Labors des SPF konnten die Teilnehmenden auch einen physischen Rundgang, unter anderem zum mobilen Solar-Testlabor, unternehmen und verschiedene aktuelle Forschungsergebnisse in den Pausen in der wissenschaftlichen Posterausstellung besichtigen.

Nachhaltige Energieversorgung und Speichertechnologien

Der erste Teil der Fachbeiträge thematisierte eine sichere und nachhaltige Energieversorgung – von der privaten Wärmeversorgung (Igor Bossard, SPF) über die Bereitstellung von solarem Strom in den Wintermonaten via Solarfeldern in den Alpen (Dr. Christoph Lüthi/EAWAG und Evelyn Bamberger, SPF) bis zur Optimierung komplexer Energiesysteme ganzer Quartiere in der Schweiz (Dr. Neha Dimri, SPF). Auch die Beteiligung des SPF an einem EU-Projekt zur Unterstützung von Hospitälern in Afrika mittels solar betriebener, autarker Containerlösungen war Teil dieser Präsentationsrunde (Dr. Mihaela Dudita, Dr. Daniel Zenhäusern, beide SPF).
Der zweite Vortragsblock fokussierte sich auf Entwicklungen von Speichertechnologien, die eine entscheidende Rolle bei der Umstellung der Energieversorgung auf die Erneuerbaren Energien spielen. Ob thermochemische Speicher (Dr. Xavier Daguenet, SPF), grosse Wärmespeicher in Wärmenetzen (Florian Ruesch, SPF) oder Metall-Redox-Prozesse zur Energiespeicherung (Yvonne Bäuerle, SPF), der Energiemarkt benötigt für die erfolgreiche Energiewende eine Vielzahl an Speicherlösungen.

In den Pausen hatten die Besucherinnen und Besucher Zeit, sich über die Vorträge auszutauschen. Beim abschliessenden Apero hatten alle Beteiligten die Gelegenheit, den SPF Industrietag ausklingen zu lassen und mit frischen Ideen die nächsten Projekte und Kooperationen in Angriff zu nehmen.