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Michel Müller wird neuer Leiter im Einkauf bei Solarmarkt

Foto: Solarmarkt

Michel Müller tritt als Nachfolger für Stefan Kloos die Stelle als Leiter Einkauf bei Solarmarkt an. Mit seinen 18 Jahren Erfahrung als Einkäufer kennt er die Herausforderungen und Tücken dieses Geschäftsbereichs. Vor dem Eintritt bei Solarmarkt war Michel bereits sechs Jahre in der PV-Branche tätig. Im Interview erzählt er, was ihn an der Solarbranche und dem Solarmarkt fasziniert, welche Herausforderungen der Beruf mit sich bringt und wie sich der Einkauf weiterentwickeln könnte.

Pressedienst Solarmarkt

Was fasziniert dich an der PV-Branche, wieso hast du dich entschieden in dieser Branche zu arbeiten?

Der Bedarf nach elektrischer Energie in der Schweiz steigt rasant und dieser Trend wird durch die Digitalisierung und den Wandel von fossilen zu elektrischen Lösungen bei Mobilität und Heizung anhalten. Trotz bereits gutem Strommix sind wir immer noch stark auf die Kernenergie und Stromimporte angewiesen. Deutschland, welches uns den fehlenden Strom bei Bedarf seit langem liefert, steht aber selber vor einem signifikanten Engpass. Dieser Umstand könnte in unserer «modernen und innovativen» Schweiz im Winter schon bald zu Stromrationalisierungen führen. Dabei verfügen wir mit der Sonne über eine unerschöpfliche Energiequelle welche wir noch viel zu wenig nutzen. Ich will meinen Teil dazu beitragen, die jahrelangen Versäumnisse beim Ausbau der Photovoltaik und Speicherung in der Schweiz so schnell wie möglich zu bereinigen und die schweizerische Stromversorgung unabhängig, sicher und vor allem 100% erneuerbar zu machen.

Aus welchen Gründen hast du dich dem Solarmarkt angeschlossen?

Ich habe den Solarmarkt bereits vor einigen Jahren kennen und schätzen gelernt. Die Geschäftsbeziehung war immer angenehm und basierte stets auf Fairness und Professionalität. Als sich die Gelegenheit ergab, Teil dieser vorbildlichen Organisation werden zu können, musste ich nicht lange überlegen. Ich denke, es ist für beiden Seiten die perfekte Lösung und ich bin sehr happy darüber, in die grossen Fussstapfen von Stefan Kloos treten zu dürfen. Ich freue mich sehr auf die Challenge, beschaffungsseitig ab sofort für die Versorgung eines grossen Teils der Schweizer Installateure mit PV-Komponenten verantwortlich zu sein.

Welche Herausforderungen muss ein Einkäufer in der PV-Branche bewältigen?

In der PV-Branche muss man nicht zuletzt aufgrund der globalen Wertschöpfungsketten immer auf Überraschungen gefasst sein. In der aktuellen Situation mit dem Ukraine Krieg und der Covid Situation in Asien, umso mehr. Es ist daher wichtig, die weltweiten Geschehnisse stets gut zu verfolgen und auf neue drohende Engpässe – sofern noch möglich – rasch zu reagieren.

Wie beurteilst du die aktuelle Liefersituation in der PV-Branche?

Die Liefersituation gewisser Komponenten macht uns schon zu schaffen. Das liegt aber nicht nur daran, dass den Herstellern Rohmaterialien und Halbfabrikate fehlen, sondern vor allem auch an der unglaublichen globalen Nachfrage. Trotz Lieferengpässen, konnten wir in den ersten fünf Monaten dieses Jahres ein Wachstum gegenüber der gleichen Periode im letzten Jahr verzeichnen. Wären alle Komponenten in den nachgefragten Mengen verfügbar, kämen wir wohl auf über 100%! Die Hersteller wachsen ebenfalls enorm und bauen ihre Produktionslinien stark aus. Aber solange aufgrund von Covid immer wieder strikte Massnahmen getroffen werden, welche die Unterbrechung von Lieferketten zur Folge haben, werden wir der Nachfrage stets hinterherhinken.

Wie wird sich der Einkauf vom Solarmarkt weiterentwickeln?

Trotz enormen Nachfrage nach PV, müssen wir anhand der Roadmap von Swissolar beim PV-Ausbau in der Schweiz noch ordentlich zulegen, um die Ziele der Energiestrategie 2050 erreichen zu können. Das enorme Volumen welches wir bereits heute umschlagen, wird weiter massiv wachsen. Nebst der Justierung der Einkaufsprozesse, werden wir im Team folglich auch organisch weiter wachsen dürfen.