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Neues Energieforschungsprogramm

Neues Energieforschungsprogramm SWEET von Bundesrat verabschiedet. Es soll an nahtlos an auslaufenden Programmen anknüpfen. Im Fokus stehen anwendungsorientierte Forschung und Demonstration.

Pressedienst/Redaktion

Der Bundesrat hat die Botschaft zum neuen Energieforschungsprogramm SWEET (Swiss Energy Research for the Energy Transition) zuhanden des Parlaments verabschiedet. Das Programm soll über 12 Jahre, von 2021 bis 2032, laufen. Gefördert werden damit ausschliesslich wettbewerblich ausgeschriebene Konsortialprojekte, die zentrale Forschungsthemen der Energiestrategie 2050 bearbeiten. Damit will der Bundesrat eine nahtlose Nachfolge für die Swiss Competence Centers in Energy Research (SCCER) schaffen, die bis 2020 über die BFI-Botschaft (Botschaft zur Förderung von Bildung, Forschung und Innovation) unterstützt wurden. SWEET soll die in den SCCER aufgebauten Kompetenzen und Kapazitäten nutzen. Ferner soll SWEET die bestehenden Forschungsförderungsinstrumente des Bundes, beispielsweise die Ressortforschung und die Pilot- und Demonstrationsprojekte des BFE, EnergieSchweiz oder die Projektförderung durch Innosuisse, ergänzen und koordinieren.

Schwerpunkte Forschung & Demonstration

Schwerpunkt von SWEET ist die anwendungsorientierte Forschung und die Demonstration der erzielten Ergebnisse. Dabei ist es auf sechs Themen ausgerichtet:

  1. Energieeffizienz und die damit verbundene Vermeidung von Treibhausgasemissionen
  2. Erneuerbare Energien
  3. Energiespeicherung
  4. Netze
  5. Nicht-technische Forschung, wie sozioökonomische oder soziopsychologische Forschung
  6. Sicherheit von kritischen Energieinfrastrukturen

Programmleitung

Die Programmleitung von SWEET liegt beim Bundesamt für Energie (BFE). Die Vergabe der Konsortialprojekte erfolgt über regelmässige Ausschreibungen zu prioritären Forschungsthemen. Das BFE legt diese Themen, die auf die Umsetzung der Energie- und Klimastrategie der Schweiz zielen, unter Einbezug der Eidgenössischen Energieforschungskommission (CORE) fest. Auf die Ausschreibungen können sich Konsortien bewerben, die sich je nach Fragestellung aus unterschiedlichen Hochschultypen, nicht gewinnorientierten Forschungseinrichtungen, Privatwirtschaft und öffentlicher Hand zusammensetzen. Die Evaluation der Anträge erfolgt durch Fachpanels mit Expertinnen und Experten aus dem ausgeschriebenen Fachgebiet sowie von betroffenen Bundesstellen. Das BFE stellt ein jährliches Monitoring und Reporting der unterstützten Projekte und des Förderprogramms sicher. Der Bundesrat beantragt einen Verpflichtungskredit von 136,4 Millionen. Dazu kommen 11,9 Millionen Aufwand für Personal und Vollzug. Insgesamt betragen die Kosten damit 148,3 Millionen Franken. Der Bundesrat hat davon heute bereits eine erste Tranche in Höhe von 94,9 Millionen Franken per Bundesbeschluss freigegeben. Damit sollen die ersten Konsortialprojekte aus den Ausschreibungen in der Periode von 2021 bis 2024 finanziert werden. Kompensiert werden diese Kosten in den BFI-Botschaften, die ab 2020 keine weiteren Ausschüttungen für das auslaufende SCCER hat.