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Umsatz- und Gewinnsteigerung bei der BKW AG

Wie die BKW AG mitteilt, hat sie im vergangenen Jahr den Umsatz um 8% und den Reingewinn um 13% zu steigern. Als Gründe dafür gibt sie das erneut markant gewachsene Dienstleistungsgeschäft, den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien, das konsequente Kostenmanagement sowie die aktive Bewirtschaftung der Energiepositionen an.

Pressedienst/Redaktion

Trotz erneut gesunkener Strompreise ist es der BKW Gruppe im Geschäftsjahr 2016 gelungen, die Gesamtleistung um 8% auf 2,862 Milliarden Franken zu steigern, wie das Unternehmen mitteilt. Dazu beigetragen habe in erster Linie der zügige Ausbau des Dienstleistungsgeschäfts, das mit 565 Millionen Franken erstmals über eine halbe Milliarde Umsatz erwirtschaften konnte, sowie höhere Umsätze bei den Netzen. Positiv hätten sich auch der weitere Ausbau der erneuerbaren Energieproduktion sowie das «konsequente Kostenmanagement» ausgewirkt. Das die BKW spart, zeigt sich an den Vergütungen für Solarstrom. Die BKW zahlt Solaranlagen-Besitzern nur noch 4 Rappen pro Kilowattstunde eingespeisten Strom. Bei Schlechtwetter müssen dieselben Kunden Strom von der BKW für 10,4 Rappen kaufen – ein Minus von 6,4 Rappen pro Kilowattstunde.

Wachstums und Fokussierung

Die BKW hat auch im vergangenen Jahr den Ausbau der Kleinwasserkraft und der Windenergie fortgesetzt. Die regulierte Produktion stärke damit das Energiegeschäft, das weiter sinkenden Marktpreisen ausgesetzt ist, schreibt das Unternehmen. Der Fokus im Dienstleistungsgeschäft lag auf den drei Bereichen Gebäudetechnik, Engineering und Netzdienstleistungen. Die BKW hat im vergangenen Geschäftsjahr insgesamt 19 Gesellschaften mit über 1000 Mitarbeitenden übernommen und beschäftigt nun über 5500 Mitarbeitende. Das Gebäude werde immer mehr zum integralen Bestandteil des Energiesystems. Fast die Hälfte des gesamten Energieverbrauchs geht auf die Gebäude zurück – Heizung, Lüftung, Warmwasser, Klima, Elektrizität. Die BKW biete ihren Kunden umfassende Gesamtlösungen in der gesamten Schweiz.

Die BKW hat im vergangenen Jahr den Ausbau der erneuerbaren Energieproduktion weiter vorangetrieben. Sie hat vier Kleinwasserkraftwerke in der Schweiz fertig gebaut, 2017 folgen zwei weitere. In Norwegen hat die BKW in das derzeit grösste on-shore Windparkprojekt Europas investiert. In der Region Fosen entsteht bis 2020 ein Windpark mit einer Leistung von 1000 MW und einer Jahresproduktion, die mit 3.4 TWh grösser ist als jene des Kernkraftwerks Mühleberg. Im Herbst hat die BKW auch in Frankreich vier Windparks erworben, einer davon ist bereits in Betrieb. Seit Anfang Oktober ist das Repowering im grössten Windpark der Schweiz auf dem Mt. Crosin abgeschlossen und dieser damit auf dem neusten Stand.

Das Projekt zur Stilllegung des Kernkraftwerks Mühleberg läuft laut BKW nach Plan. Die Einschätzungen in Bezug auf Projektkosten hätten sich als realistisch erwiesen. Die Berechnungen für die Stilllegung und Entsorgung seien mit der neuen Kostenstudie im vergangenen Dezember bestätigt worden.