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Grosses Interesse an funktionierenden Solaranlagen

Als Referent war Markus May, Öffentliche Energieberatung Thun Oberland-West, Energiespezialist, Checker Solarthermie SSES, vor Ort. Foto: Beat Kohler

Das Interesse am Informationsanlass der Schweizerischen Vereinigung für Sonnenenergie, den sie zusammen mit SpiezSolar im Kirchgemeindehaus in Spiez anbot, war sehr gross. Viele Fragen drehten sich um die Bewältigung von Hagelschäden und die Selbstversorgung mit Solarstrom.

Beat Kohler

Rund 150 Interessierte fanden sich am Mittwoch 24. August im Reformierten Kirchgemeindehaus Spiez zur Informationsveranstaltung «Funktioniert meine Solaranlage einwandfrei?» ein. Referent und Energiespezialist Markus May, Öffentliche Energieberatung Thun Oberland-West, erklärte den Anwesenden, die gemäss einer kleinen Umfrage zum grössten Teil schon selber über eine Solarthermie- oder Photovoltaikanlage verfügen, wie sie einfach selber prüfen können, ob ihre Anlage so läuft, wie sie sollte. Er ermutigte die anwesenden regelmässig die Leistungsdaten anzuschauen, um einen langfristigen Vergleich zu haben. Insbesondere bei PV-Anlagen lasse sich über den Jahresvergleich relativ gut feststellen, ob die Anlage noch einwandfrei funktioniere. Denn wenn man das ganze Jahr vergleicht, fallen Strahlungs- und Temperaturunterschiede die in einzelnen Monaten im Vergleich zum Vorjahr auftreten, weniger ins Gewicht.

Im Anschluss an das Referat hatten die Anwesenden die Möglichkeit Markus May und weiteren Fachspezialisten Fragen zu stellen. Angesichts der öffentlichen Diskussionen über eine anstehende Strommangellage stellten einige Anwesende Fragen dazu, wie bestehende Anlagen bei einem Stromausfall im Inselbetrieb betrieben werden können. Die Experten waren sich einig, dass es für den kommenden Winter sehr schwierig werden wird, noch die notwendigen Geräte für eine solche Installation zu finden. Zudem stünden Kosten und Nutzen in einem Missverhältnis.
Ein wichtiger Themenblock waren Fragen rund um Hagelschäden bei Solaranlagen. Nach einem Hagelzug diesen Sommer waren viele Anlagen in der Region Spiez betroffen. Wie Syril Eberhart, Energiewendegenossenschaft, ausführte, können auch Module, die keine sichtbaren Schäden am Glas aufweisen geschädigt worden sein. Wenn eine Mehrzahl der Module sichtbar beschädigt sei lohne sich der Austausch der gesamten Anlage. Wenn nur einige Module beschädigt seien, könne es sinnvoll sein, die restlichen Module zu testen oder mit der Gebäudeversicherung anzuschauen, ob sie ersetzt werden können, wenn Mikrorisse zu einem späteren Zeitpunkt erst Schaden verursachen.

Während des Anschliessenden Apéros standen die Experten den Anwesenden noch für Detailfragen zur Verfügung – eine Möglichkeit, die Rege genutzt wurde. Die Veranstaltung war ein Projekt der Schweizerischen Vereinigung für Sonnenenergie SSES in Zusammenarbeit mit der Genossenschaft SpiezSolar und der Gemeinde Spiez.